Eine neue Studie entdeckt einen überraschenden Anti-Aging-Effekt bei bestimmten Schokoladensorten

Wenn der Appetit auf etwas Süßes kommt, empfehlen Ernährungsexperten häufig dunkle Schokolade als vergleichsweise gesunde Wahl. Eine neue Studie zeigt nun, dass sie nicht nur den Heißhunger stillen kann, sondern möglicherweise auch das biologische Altern verlangsamt – und zwar dank ihres hohen Gehalts an Theobromin.

Die Untersuchung, veröffentlicht im Fachjournal Aging-US, legt nahe, dass dieser natürliche Pflanzenstoff mit einer längeren Lebensspanne und einem langsameren epigenetischen Alterungsprozess in Verbindung steht.

So wurde die Studie durchgeführt

Für die Studie analysierten Forschende die Daten von 509 weiblichen Zwillingen, darunter sowohl eineiige als auch zweieiige Zwillinge. Erfasst wurden sowohl Ernährungsgewohnheiten als auch metabolomische Daten, also Stoffwechselprodukte im Körper.

Im Fokus standen sechs Metabolite, die in Kakao (und damit dunkler Schokolade) sowie in Kaffee vorkommen:

  • Theobromin

  • Koffein

  • Paraxanthin

  • 7-Methylxanthin

  • Theanin

Die Auswertung zeigte: Theobromin hatte den stärksten Zusammenhang mit einer erhöhten Lebenserwartung und einem günstigeren epigenetischen Profil.

Warum Theobromin mit Langlebigkeit zusammenhängt

Ein zentraler Aspekt des Alterns ist die sogenannte epigenetische Regulation – also die Art und Weise, wie Gene im Laufe des Lebens an- oder abgeschaltet werden. Diese Prozesse beeinflussen, wie schnell wir altern und wie anfällig wir für altersbedingte Erkrankungen sind.

Moderne epigenetische Uhren können anhand bestimmter Biomarker das biologische Alter, die Alterungsgeschwindigkeit und sogar die verbleibende Lebenszeit abschätzen. Die Studie zeigt, dass Theobromin offenbar mit günstigen epigenetischen Veränderungen verbunden ist, die auf ein langsameres Altern hindeuten.

Theobromin wirkte stärker als Koffein

Da sowohl Kaffee als auch Kakao Theobromin enthalten, verglichen die Forschenden die Wirkung der jeweiligen Metabolite. Das Ergebnis: Im Vergleich zu kaffeetypischen Stoffwechselprodukten zeigte Theobromin die deutlich stärkste positive Assoziation.

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Auch frühere Studien liefern unterstützende Hinweise:

  • In Tierstudien führte eine moderate Theobromin-Zufuhr zu einer verbesserten Gehirnfunktion.

  • Höhere Dosen wurden mit besseren Blutfettwerten, niedrigerem Blutdruck und einem gesünderen Darmmikrobiom in Verbindung gebracht.

Besonders interessant für Raucher

Weitere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Raucher besonders profitieren könnten. Wer mit dem Rauchen aufhört und gleichzeitig die Theobromin-Zufuhr erhöht, kann sein epigenetisches Alter messbar verbessern.

Zudem verstärkt Theobromin offenbar die gefäßschützende Wirkung von Flavanolen – sekundären Pflanzenstoffen, die reichlich in Kakao enthalten sind.

Was bedeutet das für den Alltag?

Auch wenn noch weitere Studien nötig sind, um alle Wirkmechanismen vollständig zu verstehen, bestätigt die Forschung: Der regelmäßige, maßvolle Verzehr von Theobromin – etwa durch dunkle Schokolade – kann einen Beitrag zu gesundem Altern leisten.

Wichtig ist dabei die Betonung auf dunkler Schokolade mit hohem Kakaoanteil, da diese deutlich mehr Theobromin und weniger Zucker enthält als Milchschokolade.

Fazit

Dunkle Schokolade ist mehr als nur ein Genussmittel. Dank ihres hohen Theobromin-Gehalts könnte sie helfen, biologisches Altern zu verlangsamen, die Gefäßgesundheit zu unterstützen und langfristig zur Langlebigkeit beizutragen – natürlich in Maßen und als Teil einer insgesamt ausgewogenen Ernährung.

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