Die Süßkartoffel ist ein vielseitiges Wurzelgemüse, das sich von Frühstück bis Abendessen in unzähligen Gerichten verwenden lässt. In den vergangenen Jahren hat sie besonders bei Ernährungsberatern und Diätassistenten an Beliebtheit gewonnen und gilt heute als gesündere Alternative zur herkömmlichen Kartoffel. Die hohe Nachfrage hat jedoch auch eine Kehrseite: Auf den Märkten tauchen zunehmend gefälschte oder verfälschte Süßkartoffeln auf.
Laut der Food Safety and Standards Authority of India (FSSAI) werden Süßkartoffeln teilweise mit Rhodamin B behandelt. Dabei handelt es sich um einen synthetischen Farbstoff, der eigentlich in der Textilindustrie, bei Papier, Tinten und in Laboren verwendet wird. Für den menschlichen Verzehr ist er nicht zugelassen. Die FSSAI warnt, dass Rhodamin B weder für die Lebensmittelverarbeitung noch für den Verkauf oder die Zubereitung geeignet ist, da der Stoff schwere Gesundheitsrisiken birgt – darunter mögliche krebserregende Wirkungen sowie Schäden an Organen.
So lässt sich die Reinheit von Süßkartoffeln zu Hause prüfen
Die FSSAI beschreibt einen einfachen Test, mit dem Verbraucher die Süßkartoffel zu Hause überprüfen können:
Schritt 1: Einen Wattebausch in Wasser oder Pflanzenöl tränken.
Schritt 2: Die äußere Schale der Süßkartoffel mit dem Wattebausch abreiben.
Schritt 3: Bei einer unverfälschten Süßkartoffel bleibt der Wattebausch farblos.
Schritt 4: Bei einer verfälschten Süßkartoffel verfärbt sich der Wattebausch rötlich-violett.
Nährwert von Süßkartoffeln
Nach Angaben des USDA liefern 100 Gramm gekochte Süßkartoffel etwa:
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80–86 Kalorien
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20,1 g Kohlenhydrate
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4,2 g Zucker
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4 g Ballaststoffe
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1,6 g Eiweiß
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0,1 g Fett
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709 µg Vitamin A
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2,4 mg Vitamin C
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337 mg Kalium
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30 mg Calcium
Gesundheitliche Vorteile der Süßkartoffel
Süßkartoffeln sind besonders reich an Vitamin A und enthalten zudem starke Antioxidantien wie Carotinoide und Anthocyane. Diese Stoffe helfen dabei, freie Radikale zu neutralisieren, oxidativen Stress zu reduzieren und können das Risiko für chronische Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes senken.
Studien deuten außerdem darauf hin, dass insbesondere violette Süßkartoffeln den Blutzuckerspiegel regulieren können, indem sie den Glukosestoffwechsel in der Leber beeinflussen. Gekocht haben Süßkartoffeln einen relativ niedrigen glykämischen Index und eignen sich daher gut für Menschen, die ihren Blutzucker kontrollieren möchten.
Dank ihres hohen Ballaststoffgehalts fördern Süßkartoffeln die Verdauung und unterstützen eine gesunde Darmflora. Bestimmte Ballaststoffe wirken dabei als Präbiotika, die nützliche Darmbakterien ernähren und langfristig die Darmgesundheit verbessern. Dies kann Verstopfung vorbeugen und die Verdauungsbalance stabilisieren.
Darüber hinaus unterstützen die enthaltenen Antioxidantien die Herzgesundheit, wirken entzündungshemmend und können helfen, chronischen Entzündungen vorzubeugen.
Beliebte Gerichte mit Süßkartoffeln
Süßkartoffelchips
Dünn geschnittene Scheiben, die im Airfryer, in der Pfanne oder in der Mikrowelle zubereitet werden – ein knuspriger und vergleichsweise gesunder Snack.
Süßkartoffeleintopf
Gekochte Süßkartoffelstücke in einer würzigen Sauce aus Tomaten, Zwiebeln, Tamarinde, Jaggery (Palmzucker) und Gewürzen.
Geröstete Süßkartoffeln
Kleine Stücke, in Öl und Gewürzen gewendet und im Ofen oder in der Pfanne goldbraun geröstet.
Honig-Zimt-Süßkartoffeln
Ein schneller Snack aus gekochten Süßkartoffeln, die mit Honig, etwas Öl, Salz, Pfeffer und Zimt angebraten werden.
Gefüllte Süßkartoffeln
Eine sättigende Mahlzeit mit Süßkartoffeln, gefüllt mit Käse, schwarzen Bohnen, Mais und Avocado.
Überbackene Süßkartoffelschalen
Im Airfryer knusprig gebackene Schalen, gefüllt mit gerösteten und zerdrückten Süßkartoffeln, gewürzt mit Käse, Speck, Salz, Pfeffer, Milch und etwas Öl.