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Drittes Treffen

Unser heutiges Treffen stand unter dem Motto "Gefühle". Nachdem wir uns das letzte Mal und heute zum Aufwärmen bereits pantomimisch daran geübt hatten, Emotionen vor allem mit unseren Gesichtsausdrücken darzustellen, wollten wir dies heute in verschiedenen kurzen Szenen umsetzen. Die Kinder - tatkräftig unterstützt von drei neuen "Schnupperbesuchern" - überlegten sich zu fünf Alltagssituationen in ebenso vielen Teams kurze Theatersequenzen und sollten in der Ausführung besonders darauf achten, das Gespielte nicht nur durch Worte, sondern auch durch Tonfall, Mimik und Gestik auszudrücken.

 

Nach jeder kleinen Schauspieleinlage wurde mit dem Publikum und dem darbietenden Team zusammen reflektiert, was besonders gut gelungen war und wo noch Übungsbedarf bestand. Die Teams konnten dies im Anschluss direkt noch einmal ausprobieren. So gelang es heute bereits, dem "Aufregungslächeln" der letzten Male etwas zu entgehen und - im positiven Sinne gemeint - theatralischer zu werden.

 

Auch sammelten wir Ideen, was denn grundsätzlich helfen könne, dem der Unsicherheit und Verlegenheit geschuldeten Kichern und Lächeln noch besser Herr zu werden. Neben offensichtlichen Vorschlägen wie mehr vor Publikum üben - und sei es "nur ein Kuscheltierpublikum" - und dem sich stärker auf die Rolle einlassen, fand ich die Idee der vor dem Auftritt auszuführenden "Lachrunde" sehr gut. Das werden wir ausprobieren!  

 

Anschließend durften die Kinder sich mit selbst mitgebrachtem Spielzeug in von mir mehrfach neu durchmischten Spielgefährten-Zusammensetzungen beschäftigten. Einerseits wollte ich die Gruppendynamik beobachten - welche Kinder ähnliche und gut harmonierende Spielpartner sind, wer die dominanteren Parts und wer die zurückhaltenden Rollen einnimmt. Anderseits wollte ich den Kindern - wie im anschließenden Gespräch gemeinsam erörtert - aufzeigen, wie einfach es ihnen eigentlich fällt zu schauspielern. Denn mit ihren Playmobil-Figuren, Schleich-Tieren, Arztutensilien, Barbie Puppen und ähnlichem machen sie schließlich nichts anderes als genau das: so tun als ob, in anderen Worten: Schauspielen! 

 

Auf vielen der Gesichter stand ein wahrer Aha-Moment geschrieben, als ich ihnen dies mitteilte, und sie sagten einstimmig, dass das ja aber sooooo leicht gewesen sei! Ich wünsche mir, dass wir in unseren folgenden Sitzungen irgendwann den Punkt erreichen, dass das "richtige" Schauspielern ebenso leicht wird, wie das Spielen mit den Spielzeugen. 

 

Zum Abschluss wurden die Kinder in zwei Teams aufgeteilt, wobei abwechselnd ein Team das andere von verschiedenen auszudrückenden Emotionen durch Quatsch abzubringen versuchen sollte. Trotz großer Bemühungen schaffte das Quatsch-Team es stets, das Emotions-Team aus dem Konzept zu bringen und es wurde viel gelacht. 

 

Ein schöner Abschluss für ein Treffen der Emotionen!

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